Tagebuch von Villasimius nach Wonderland!

 

 

Danke  an alle, die so fest an mich gedacht haben und die unzähligen WhatsApp die mich erreichten, ob eh alles gut ist.

 

Wie ich euch bereits erzählte: ich liebe das Abenteuer und natürlich ging es nicht minder spektakulär weiter.

Nach dem zigfachen Boot putzen und aufwaschen war ich richtig stolz, dass die Crazy Greti wieder glänzte und aussah wie neu. Sogar die Logos von all meinen Unterstützern glitzerten im Sonnenlicht. Beim Blick auf meine 4 WetterApps versprachen die nächsten Tage super schön zu werden, mein Seglerherz hüpfte vor Freude. Da sollten richtig coole Tage vor mir liegen. Die Bedeutung lag auf SOLLTEN. Laut  Apps gibt es super Wind. Genial: eine Stunde mit 9 Knoten in genau meine Richtung zu segeln schienen mir machbar!

 

Leider stellte sich heraus, dass die Apps nur Fake News anzeigten. In Wahrheit kam trotz der guten Prognose der Wind aus der falschen Richtung, sprich von der Schnauze! Ich versuchte es noch und legte  meinen Kurs Richtung Mallorca an, dass das nichts wird, wurde mir aber schnell klar. Mein Ziel rückt in weite Ferne und die Wellen wurden ständig größer, zur Abrundung hatte mich der Mistral auch noch voll im Griff.

 

Als ich nach guten 10. Stunden Dauersegeln immer mehr nach Afrika abwanderte, entschloss ich mich aufzukreuzen, um erneut Kurs Richtung Sardinien aufzunehmen. Aufgrund der hohen Wellen leider unmöglich. 6 m hohe Wellentürme schlugen mir entgegen, ich kämpfte mit vollem Körpereinsatz gehen die Giganten. Zu meiner Überraschung biss während der ganzen Aktion ein Fisch an meiner Angel an, die ich vergaß zu raffen. Es gibt nichts, was es nicht gibt, ich ziehe den Meeresfreund (Schwertfisch) ca. 30 min lang in die Crazy Greti er kämpft am Haken. Kurz vor dem Einholen (ich hätte ihn eh wieder freigelassen), sprang der Sieger glücklich ins Meer.

 

Zu meinem Bedauern verlor ich wieder Seemeile um Seemeile. Der Wettergott meinte es immer noch nicht besser mit uns, somit fiel die Entscheidung, ich segle zurück nach Sardinien. Nach dem Motto "safety first" - alles andere könnte tödlich sein, denn mittlerweile habe ich mehr als 30 Knoten Wind und Wellen von 3 -6 m Höhe.

 

Am Ende des Tages bin ich mir trotz meiner technischen Assistenten nicht sicher, wo ich den jetzt gelandet bin und setze um 22.00 Uhr in irgendeine Bucht meinen Anker. Augen zu und schlafen ging zu dem Zeitpunkt leider noch nicht. Ankerwache war angesagt, denn das Wetter spielte nach wie vor verrückt. Ging noch so bis 5 Uhr früh, dann wurde es ruhiger und ich huschte ins Bett. Endlich schlafen! 

 

Gute Nacht

Captain Jürgen

 

 

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